Der Heinz Oberhummer Award 2018 geht an Adam Savage

Der Heinz Oberhummer Award für Wissenschaftskommunikation 2018 geht an Adam Savage.

Der mit 20.000 Euro und einem Glas Alpakakot dotierte Heinz Oberhummer Award für Wissenskommunikation für „hervorragende Wissenschaftsvermittlung“ wird am 23. November 2018 im Wiener Stadtsaal verliehen. Preisträger 2018 ist der US-Amerikaner Adam Savage, der in den 50 Jahren seines bisherigen Lebens als Spezialeffekt-Experte, Produktdesigner, Produzent und Schauspieler Furore gemacht hat, unter anderem für Hollywood-Produktionen wie Galaxy Quest, Bicentennial Man, Star Wars: Episode II – Attack of the Clones, The Matrix Reloaded, Terminator 3 und Space Cowboys.

Adam Savage (Credit: Norm Chan)

Vor allem aber ist Adam Savage bekannt als Gastgeber der legendären MythBusters, der wohl berühmtesten Science- Entertainment- Show der TV-Geschichte, die er gemeinsam mit Jamie Hyneman von 2003 bis 2016 präsentierte. Die mit 8 Emmy-Nominierungen ausgezeichnete Produktion hat in 2,391 Experimenten 12 Tonnen Sprengstoff verbraucht, um 769 Mythen zu bestätigen oder zu zerstören. Im Dezember 2010 hat sogar der damalige US-Präsident Barack Obama geholfen, einen Mythos zu überprüfen.

Savages YouTube-Kanal tested.com hat über 3 Millionen Abonnenten, er ist Mitgestalter eines wöchentlichen Podcasts „Still Untitled: The Adam Savage Project“ und tourt seit Kurzem gemeinsam mit dem YouTube-Science-Star Michael Stevens aka Vsauce mit der Science-Show Brain Candy durch die USA. Außerdem ist er begeisterter Cosplayer, wurde 2017 von der American Humanist Association zum Humanist of the Year ernannt und bekam 2011 den Ehrendoktor an der Universität Twente in Holland verliehen.

Abgesehen davon, dass es die Science Busters nicht nur namentlich ohne die Myth Busters nicht gäbe, waren und sind die Arbeiten von Adam Savage und seinen Kolleginnen und Kollegen stets Inspiration für die Arbeit der „Kelly Family der Naturwissenschaften“. Auch wenn es dabei weit nicht so explosiv zugeht. Savage ist Skeptiker, Atheist, Freidenker und Humanist, ein Mann ganz nach dem Geschmack von Heinz Oberhummer.

Der Heinz Oberhummer Award soll nationale und internationale Wissenschaftler anspornen, es Heinz Oberhummer gleich zu tun und ihre Faszination an der Wissenschaft mit einem großen (Theater-)Publikum zu teilen. Nicht zuletzt, um dem Zeitalter von Alternative News und der irrationalen Lust an der Apokalypse Wissenschaft und Aufklärung entgegenzusetzen.

Da braucht man Adam Savage allerdings nicht zweimal zu bitten. Im Herbst 2018 wird er Host einer neuen TV Show namens Myth Busters Jr. und am 23. November nach Wien kommen, um im Stadtsaal persönlich den Heinz Oberhummer Award 2018 entgegenzunehmen.

Moderator des Abends ist MC Martin Puntigam, Adam Savage wird gemeinsam mit den Science Busters eine Live-Show spielen. Tickets dafür sind hier erhältlich.

Der Heinz Oberhummer Award

Der Heinz Oberhummer Award ist mit 20.000 Euro dotiert. Als Trophäe gibt es – Heinz Oberhummer war ein großer Alpaka-Verehrer – ein Glas Alpakakot. Gemeinsam mit den Science Busters haben die Universität Graz, die Technische Universität Wien, das ORF Fernsehen, Radio FM4 und die Stadt Wien den Heinz Oberhummer Award für Wissenschaftskommunikation 2016 ins Leben gerufen.
Erster Preisträger war der US-Amerikaner James Randi, bekannt als „Houdini unserer Zeit“ Aus dem Zauberkünstler wurde die Gallionsfigur des Skeptizismus, der bis heute Personen als Betrüger und Scharlatane anprangert, die mit Hilfe vorgeblicher paranormaler Fähigkeiten anderen Menschen schaden und sich an ihnen bereichern. Er ist Vorbild und Inspiration für viele Menschen, die sich für eine von Wissenschaft geprägte, säkulare Gesellschaft einsetzen.

2017 wurde die Deutsche Ärztin und Science Slammerin Giulia Enders, die mit ihrem Bestseller „Darm mit Charme“ über 4 Millionen Menschen lehrte, ihre Eingeweide zu lieben, mit dem Award ausgezeichnet.

Der Preisträger 2016: US-Amerikaner James Randi. Credit: ORF/Thomas Jantzen.

Die letztjährige Preisträgerin Giulia Enders mit den Science Busters und den ‚Vorgarten-Boys’. Credit: Ernesto Gelles

Über Heinz Oberhummer

Heinz Oberhummer (* 19. Mai 1941 in Bischofshofen, Salzburg; † 24. November 2015 in Wien) war österreichischer Physiker, außerordentlicher Universitätsprofessor und Gründungsmitglied der Wissenschaftskabarettgruppe „Science Busters“.

Oberhummer war Professor für Theoretische Physik am Atominstitut der Technischen Universität Wien. Sein Hauptforschungsgebiet waren Prozesse der Nukleosynthese, er beschäftigte sich aber auch mit Fragestellungen zur Feinabstimmung der Naturkonstanten. So gelang es ihm zusammen mit Attila Csótó und Helmut Schlattl, quantifizierbare Aussagen herzuleiten, indem die kosmologische Feinabstimmung der grundlegenden Kräfte im Universum bei der Entstehung von Kohlenstoff und Sauerstoff im Drei-Alpha-Prozess in Roten Riesen untersucht wurde.
Ein besonderes Anliegen war Heinz Oberhummer die Popularisierung wissenschaftlicher Inhalte. Sein Enthusiasmus für die Wissenschaft war ebenso legendär wie unterhaltsam. Als Gründungsmitglied der Science Busters bewies er, dass Wissenschaftler nicht nur forschen, sondern Wissenschaft unterhaltsam vermitteln können: im Radio, im Fernsehen, in sozialen Netzwerken, in Büchern und auf der Bühne. Heinz Oberhummer war Physiker, Lehrer, Aufklärer, Autor populärwissenschaftlicher Bücher, Kabarettist und Science Buster. Er zerpflückte genussvoll pseudowissenschaftliche Mythen und esoterische Unwahrheiten und mahnte die Gesellschaft unermüdlich zu kritischem Denken an. Bei alledem verstand er es nicht nur, schwierige Sachverhalte in leicht verständlichen Worten auf den Punkt zu bringen, sondern bestach durch seinen ausgeprägten Humor.

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