Rezept für essbare Küchenschwämme

Im Sommer 2017 haben Massimiliano Cardinale von der Universität Gießen und seine Kollegen das Vorkommen von Bakterien in Küchenschwämmen untersucht („Microbiome analysis and confocal microscopy of used kitchen sponges reveal massive colonization by Acinetobacter, Moraxella and Chryseobacterium species“). Das Ergebnis: Pro Kubikzentimeter findet man in ihnen bis zu 54 Milliarden Bakterien. Und egal wie sehr man sich anstrengt: Diese Bakterien bekommt man aus einem benutzten Küchenschwamm nicht mehr raus. Heiß Waschen oder ähnliches macht die Angelegenheit nur noch schlimmer, weil man damit zwar die weniger widerstandsfähigen Bakterien abtötet, ihrer zäheren Kollegen aber nun viel mehr Platz haben, um sich so richtig auszubreiten.

Aus einem Küchenschwamm gewonnene Bakterienkulturen

Jede Menge fiese Bakterien erfreuen zwar den Science-Busters-Mikrobiologen Helmut Jungwirth, der Rest ist davon eher angewidert. Damit aber alle Spaß mit Küchenschwämmen haben, hat Professor Jungwirth ein Rezept entwickelt, mit dem man garantiert ungefährliche und noch dazu schmackhafte Küchenschwämme produzieren kann. Zum Abwaschen eignen sie sich nicht – aber verspeisen kann man sie hervorragend!

Zutaten:

  • 50 Gramm Weizenmehl
  • 5 Eier
  • 50 Gramm Staubzucker

Materialien:

  • Sahnespender (zum Beispiel so etwas wie das hier)
  • Zwei für den Sahnespender passende Stickstoff-Patronen
  • Mikrowelle
  • mikrowellengeeignetes flaches Plastikgefäß in Schwammform (zum Beispiel die 150ml-Dosen der Pruta-Serie von IKEA)

Durchführung:

  • Weizenmehl, Staubzucker und Eier vermischen und durch ein Sieb passieren.
  • Den flüssigen, klumpenfreien Teig in den Sahnespender einfüllen.
  • Stickstoff-Kapsel in den Sahnespender einsetzen
  • Stickstoff einströmen lassen und alles ordentlich schütteln.
  • Den Schaum aus dem Sahnespender in die Plastikgefäße sprühen, aber nicht mehr als zwei Zentimeter hoch.
  • Plastikgefäß mit Schaum ein bis zwei Minuten in der Mikrowelle bei 750 Watt erhitzen.

Essbarer Küchenschwamm!

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2 Comments

  1. FYI:
    Bei den Zutaten steh keine Milch und bei der Zubereitung kommt der Zucker nicht vor.

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