Edutainment ist weit mehr als nur ein internationaler Trend, im Gemeindebautheater stürmen die Wissbegierigen die Pforten.
Ist Bombenbasteln sehr schwer? Wie brate ich die perfekte Weihnachtsgans? Soll ich auf die Reise zum Mars eher mehr kurze oder mehr lange Hosen einpacken? Wenn ein Außerirdischer vor meiner Tür steht, bin ich stärker? Oder soll ich ihm lieber Hausschuhe anbieten? Und wenn, wie viele?
Anhand von Ausschnitten populärer Kino- und TV-Produktionen und Computerspielen (24, Alien, Mission to Mars) und zahlreicher Experimente (Entschärfung einer Kofferbombe, Herstellung von Leben! Live – Indoor – Raketenstarts!) erklären die beiden Science - Kapazunder Prof. Heinz Oberhummer (theoretische Physik, TU – Wien) und Univ. Lekt. Werner Gruber (experimentelle Physik, UNI – Wien) und Humortitan Martin Puntigam (Studienabbrecher, UNI - Graz) die Welt und ihr Drumherum.
Die Science Busters beschreiten einen weiteren logischen Schritt in der Vermittlung von Wissenschaften. Während in den bisherigen Formaten meistens Wissenschaftler und Künstler entweder getrennt oder auch nebeneinander agierten, werden in den Science Busters wissenschaftlicher Inhalte in engster Form durch zwei Physiker, einen Kabarettisten und einen Visual Artist miteinander präsentiert. Dies erfolgt derzeit durch Aufführungen im Wiener Rabenhof Theater sowie vielen anderen Theatern im deutsch-sprachigen Raum, für Jugendveranstaltungen, sowie bei Events von Unternehmen und Institutionen. Die Science Busters sind in Sendungen des österreichischen und deutschsprachigen Fernsehens zu sehen, haben eine wöchentliche Radiokolumne im Jugendradiosender FM4 des ORF, der auch als Podcast angeboten wird, sowie eine monatliche Videokolumne im Internet. Das im Herbst 2010 erschienene Buch der Science Busters "Wer nichts weiß, muss alles glauben" wurde sofort zum Bestseller.
Die Science Busters beschreiben einen neuen Weg einer innovativen Kommunikation von Wissenschaft, die im Wesentlichen auf die Zielgruppen breite Öffentlichkeit und junge Generation gerichtet ist. Dieser Ansatz vereint und bündelt die positiven Aspekte der Kommunikation durch Wissenschaftler und Künstler. Dabei werden informative wissenschaftliche Aspekte vermittelt, aber in unterhaltsamer, spannender und vor allem verständlicher Form.
Die Science Busters besitzen eine umfassende und weitreichende Expertise in der vielfältigen Vermittlung technisch-naturwissenschaftlicher Inhalten an die Öffentlichkeit bzw. das Publikum. Der Ansatz dieses Wissenschaftskabaretts vereint und bündelt die positiven Aspekte der Kommunikation durch Wissenschaftler und Künstler. Dabei werden informative wissenschaftliche Inhalte Aspekte vermittelt, aber in unterhaltsamer, spannender und vor allem verständlicher Form. Neben der Bühnenshow der beteiligten Akteure geschieht dies beispielsweise anhand von spektakulären Versuchen und Ausschnitten erfolgreicher Hollywoodfilme.
Die Zusammenarbeit baut auf den von den bisherigen Erfahrungen der Beteiligten. Die beiden mitwirkenden Wissenschaftler Heinz Oberhummer und Werner Gruber haben sich durch erfolgreiche Tätigkeiten auf dem Gebiet der Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation profiliert. Der beteiligte Kabarettist Martin Puntigam hat sich neben seiner künstlerischen Tätigkeit vor allem für das Gebiet von Naturwissenschaft und Technik interessiert. Der Visual Artist Christian Gallei steuert macht aus unterschiedlichen Disziplinen ein künstlerisches Ganzes, ein einheitliches Bild in Inhalten, Optik und Philosophie.
Topwissenschaft und Spitzenhumor müssen keine Feinde sein!
Wer nichts weiß, muss alles glauben!
Von Heinz Oberhummer
Eines Tages vor zirka fünf Jahren saß ich bei meinem Friseur, um mir von Fräulein Margarete die Haare schneiden zu lassen. Ich habe als Universitätsprofessor an der TU Wien auch schon immer populärwissenschaftliche Vorträge gehalten. Nun war es wieder einmal so weit und ich sagte Margarete, dass ich kommende Woche einen öffentlichen Vortrag halten werde und dass ich sie dazu auch gerne einladen möchte. Sie fragte: „Hat das etwas mit Wissenschaft zu tun?“ Ich antwortete: „Na ja, schon ein bisschen. Aber der Vortrag ist wirklich für alle verständlich.“ Sie meinte aber dann: „Nicht böse sein, aber da komme ich nicht, ich verstehe nämlich rein gar nichts von Wissenschaft.“
Da wurde mir klar, dass man das unter einem anderen Titel verkaufen müsste. Ich dachte sofort an das Kabarett, weil da die Leute hingehen, ohne Angst zu haben etwas nicht zu verstehen. Aber ein Kabarett muss ja auch lustig, unterhaltsam, spannend, aber vor allem verständlich sein. Ich suchte mir also Verstärkung. Der erste, den ich kontaktierte, war der Physiker Werner Gruber von der Universität Wien. Ich kannte ihn zwar nicht persönlich, aber wusste bereits aus den Medien, wie erfolgreich er Physik präsentieren konnte. Ich rief ihm also an, wir trafen uns im Kaffeehaus, nach einer hallen Stunde waren wir per Du, und nach zwei Stunden hatten wir uns schon mehrere Projekte überlegt.
Aber jetzt musste noch ein echter Kabarettist her. Ich erinnerte mich, dass beim 50. Geburtstag meiner Chefs ein gewisser Martin Puntigam auftrat, der Teile seines Programms „Wildwochen“ dort präsentierte. Er spielte dabei ein Elementarteilchen, also dachte ich mir, er sollte sich zumindest für Physik interssieren. Ein Anruf genügte, wir trafen uns, und er vervollständigte unser Team. Die „Science Busters“ waren geboren. Allerdings konnte ich mir damals in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen, welchen Aufstieg unser Wissenschaftskabarett einmal nehmen würde.