Bierstern-Tourtagebuch Tag 2: Bier und Berge in Innsbruck

Die zweite Etappe unserer Tour mit dem neuen Bierstern-Programm begann in Wien. Nach dem Auftakt in St. Pölten stand die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck auf dem Programm; zuerst statteten wir aber dem ORF-Funkhaus noch einen Besuch ab:

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Martin Puntigam nutzte die Gelegenheit um ob der Präsenz esoterischer Würzmittel in der ORF-Kantine verstimmt zu sein:

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Der eigentliche Zweck des Besuchs beim Radio waren aber Aufnahmen für unseren Science-Busters-Podcasts bei FM4. Die Wissenschaft rund ums Bier und verwandte Themen wird auch dort in den nächsten Wochen ausgiebig zelebriert werden.

Im Zug nach Innsbruck bekämpfte Helmut Jungwirth dann – erfolgreich! – das Ausbrechen seiner traditionellen Reisekrankheit.

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Während der Rest sich der Arbeit widmete:

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Ich hab mich sehr gefreut, endlich auch einmal in Innsbruck auftreten zu können. Immerhin war die Show ja auch mein 50. Auftritt mit den Science Busters und dieses Jubiläum habe ich sehr gerne im Innsbrucker Treibhaus gefeiert:

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Backstage gab es Wurst und Käse; wie sich das gehört für Tirol!

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Auf der Bühne musste Helmut zuerst einmal seine Requisiten sortieren bevor er sich dem Abendessen zuwenden konnte.

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Nach der Show war sein Tisch allerdings nicht wesentlich ordentlicher als zuvor… Aber zumindest waren zwischenzeitlich die live während der Show gebackenen Laugenstangen fertig und vom Publikum verkostet worden.

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Ebenso wie der von mir produzierte Eisbock, der von den Innsbruckerinnen und Innsbruckern bis auf den letzten Schluck ausgetrunken wurde!

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Und wenn man schon mal in Innsbruck ist, dann muss man natürlich auch ein Touristen-Selfie vor dem Goldenen Dachl machen. Bitte sehr:

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Ich habe auch kurz überlegt, ob ich Hunde-Liebhaber Helmut eine neue Mütze schenken soll, damit er seine Frisur vor der frischen Tiroler Bergluft schützen kann…

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… habe mich dann aber lieber doch dafür entschieden, selbst in die Berge zu gehen. Wenn man schon mal in den Alpen ist, muss man das ausnutzen! Die freie Zeit zwischen der ersten und zweiten Vorstellung habe ich daher genutzt, um mich auf den Weg zur Nordkette zu machen:

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Der Weg hat mich am Alpenzoo vorbei durch schönen Wald geführt:

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Die Seilbahn hinauf zur 2334 Meter hohen Spitze des Hafelekars habe ich allerdings ignoriert.

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Wenn schon Berge, dann auch zu Fuß! Und Wanderwege nach oben gibt es ja zum Glück genug.

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Und den Ausblick kann man auch viel besser genießen, wenn man es aus eigener Kraft auf den Berg geschafft hat.

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Weiter oben wurde die Vegetation dann immer felsiger…

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… und die Wege schmaler.

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Zum Glück habe ich unterwegs einen wohl im Winter verlorenen Skistock gefunden:

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Damit war der Aufstieg kein Problem und die Aussicht umso großartiger:

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Nach drei Stunden war dann der Gipfel erreicht…

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…und ich konnte nicht nur den Blick auf die berge und auf Innsbruck genießen, sondern auch die Geschichte der Physik reflektieren. Am Hafelekar betreibt die Universität Innsbruck eine Messstation für kosmische Höhenstrahlung. Gegründet wurde sie 1931 auf Initiative von Victor Franz Hess. Der Nobelpreisträger für Physik des Jahres 1936 entdeckte 1912 bei Fahrten mit einem Ballon die kosmische Strahlung, also den stetigen Strom hochenergetischer Teilchen der aus dem Weltall auf unsere trifft. Der Großteil davon stammt von unserer eigenen Sonne; aber auch die anderen Sterne in unserer Nachbarschaft tragen dazu bei. Sogar das supermassereiche schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße und die aktiven Zentren noch fernerer, anderer Galaxien sorgen dafür, dass Teilchen aus ihrer Umgebung durchs ganze All geschleudert werden und ab und zu auf unseren Planeten treffen. Die Analyse dieser Strahlung hat uns viel über die Phänomene verraten, die draußen im Kosmos vor sich gehen – und Observatorien wie das auf dem Hafelekar führen die Arbeit vor, die Hess vor fast 100 Jahren begonnen hat.

Wissenschaft, Berge und Bier: Was will man mehr?

Die Vorpremiere des neuen Programms in Innsbruck ist auf jeden Fall vorbei; am 4. und 5. November kommen wir aber wieder. Zuvor reisen die Science Busters allerdings nach Mainz. Am 5. Oktober findet dort im Mainzer unterhaus die Welt-Premiere und offizielle Uraufführung der neuen Bierstern-Show statt. Aber dazu dann mehr im nächsten Eintrag des Tour-Tagebuchs…

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  • Liebes Internet! 2020 war kein schönes Jahr. Aber vielleicht geht es ja noch gut aus. Zumindest für uns, denn die S… https://t.co/mZ8vNIVKML

    09:31 AM Dec 09